Verfahren zur Wiedereinbürgerung

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Allgemein

Die Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher ist nach § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz grundsätzlich möglich, wenn ein Interesse der Bundesrepublik Deutschland an der Einbürgerung besteht. Dies gilt auch dann, wenn sich der Wohnsitz der betreffenden Person im Ausland befindet. Allerdings bestehen für im Ausland lebende ehemalige Deutsche besonders hohe Anforderungen und es wird genau geprüft, ob deren Einbürgerung ausnahmsweise für Deutschland vorteilhaft ist.  

Wichtige Prüfpunkte sind die Unterhaltsfähigkeit, das Beherrschen der deutschen Sprache und der Nachweis von Bindungen an Deutschland. Emotionale Gründe sind erfahrungsgemäß nicht ausreichend für einen erfolgreichen Antrag auf Wiedereinbürgerung.
Die zuständige Behörde, das Bundesverwaltungsamt (BVA), hat ein Merkblatt (s. rechts) zusammengestellt, das Ihnen einen Überblick über die Vorraussetzungen für eine Einbürgerung gibt. Dort finden Sie auch Informationen zu den mit dem Antrag vorzulegenden Unterlagen und zum Verfahrensablauf.

Ein Rechtsanspruch auf Wiedereinbürgerung besteht nicht. 

Da nach dem deutschen Staatsangehörigkeitsrecht eine doppelte Staatsangehörigkeit zu vermeiden ist, müssen Einbürgerungsbewerber damit rechnen, dass sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben müssen. Gegebenfalls sollten Sie die Gründe, die in Ihrem Fall dagegen sprechen, im Antrag detailliert benennen.

Antragsverfahren

Bitte beachten Sie: Der Antrag auf Wiedereinbürgerung ist über die für Sie zuständige deutsche Auslandsvertretung beim Bundesverwaltungsamt zu stellen. Das Verfahren ist gebührenpflichtig und nimmt 3-4 Jahre in Anspruch.
Bitte reichen Sie den Antrag im Original mit Ihrer beglaubigten Unterschrift ein. Sämtliche Unterlagen/Dokumente fügen Sie bitte als beglaubigte Kopien dem Antrag bei, ebenso einen kompletten Satz unbeglaubigter Kopien von Antrag und begleitenden Unterlagen/Dokumenten. Wenn die Unterlagen nicht in deutscher Sprache verfasst sind, benötigen Sie zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche. Die Beglaubigung kann durch einen Notary Public, Honorarkonsul oder die zuständige deutsche Auslandsvertretung erfolgen.

Weiterführende Informationen, Merkblätter und Antragsformulare finden Sie am rechten Rand sowie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes.

Besondere Aufenthaltsregelung für ehemalige Deutsche

erleichterte Einreise (© colourbox)

Bitte beachten Sie, dass Sie nach § 41 Aufenthaltsverordnung als kanadischer Staatsangehöriger die Vergünstigung genießen, auch für einen Aufenthalt, der kein Kurzaufenthalt ist, visumsfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich dort aufhalten zu können. Ein erforderlicher Aufenthaltstitel kann im Bundesgebiet nach der Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde am Ort des neuen Wohnsitzes eingeholt werden.

Nach den neuen Bestimmungen des § 38 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) kann Ihnen als ehemaliger deutscher Staatsangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, sofern Sie über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Eine vorherige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Ausländerbehörde wird dringend empfohlen.

Wiedereinbürgerung (WE)

Beibehaltungsgenehmigung

Sie möchten die kanadische Staatsangehörigkeit erwerben ohne die deutsche dadurch zu verlieren? Dies ist in Ausnahmefällen möglich, wenn Sie im Besitz einer Beibehaltungsgenehmigung sind.